Fassmalerei

Der Tätigkeitsbereich des Vergolders schliesst auch seit jeher den Umgang mit Farbe ein. Der früher gebräuchliche Ausdruck "Fassmaler" bezeichnet ein wichtiges Arbeitsfeld des Vergolders: das farbige Fassen (= Bemalen) von Skulpturen und anderen, meist geschnitzten Gegenständen. Der heutige Arbeitsbereich des Vergolders besteht meist in der Durchführung von Rekonstruktionsmaß- nahmen, wobei die puristische Wiedergabe der stiltypischen Merkmale dieser Techniken heute wieder stärker im Vordergrund steht.

Der Begriff "Fassmaler" kommt von "Einfassen". Damit ist das meist farbige Bemalen, also Fassen, von z.B. Holzfiguren, Möbelteilen oder auch Vergoldungen gemeint.
Figuren werden in traditioneller Technik und Kaseinfarben bemalt.

Auf dem Foto links sind Engelsputten aus Gips in verschiedenen Fertigungsstadien zu sehen. Zusätzlich befindet sich auf den Flügeln eine Ölvergoldung.

Das Fussballwackelkopfmädchen ist ebenfalls ein Beispiel für eine Fassmalerarbeit, zumal es tatsächlich in traditioneller Technik mit verschiedenen Lasuren bemalt wurde, wie auch die Putten in der oberen Abbildung.

Hier ist ein Beispiel der Fassmalerei. Sie sehen eine Neufassung eines Akanthus-Ornaments auf den Rückenlehnenplatten antiker Polsterstühle. Das Bild rechts zeigt das Original. Die Bilder unten sind nachgemachte Neufassungen im selben Stil.

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